Nur noch funktionieren? Wie du Versagensangst als Vater überwindest und wirklich präsent bist

Vater hält Kind auf dem Arm, Mutter und Sohn umarmen ihn.

Du stehst vor der Haustür, den Schlüssel schon im Schloss. Eigentlich solltest du dich auf den Feierabend freuen. Aber statt Vorfreude spürst du diesen vertrauten Druck in der Brust. Drinnen hörst du das Toben der Kinder. Du weißt: Gleich wird von dir erwartet, dass du der „Papa“ bist. Doch während du physisch den Raum betrittst, bist du mental noch bei den E-Mails, beim Budget oder bei der Projekt-Deadline.

Du bist zwar da, aber nicht präsent.

Vielleicht ist es heute wieder passiert: Eine Kleinigkeit bringt das Fass zum Überlaufen. Du wirst laut, obwohl du dir vorgenommen hattest, ruhig zu bleiben. Die betroffenen Gesichter deiner Kinder und der enttäuschte Blick deiner Partnerin zeigen dir: Die Ruhe, die du dir als „Fels in der Brandung“ wünschst, fehlt dir gerade völlig. Die Versagensangst wächst, und du fragst dich: Wie schaffe ich es, den Arbeitsmodus hinter mir zu lassen und wirklich im Hier und Jetzt anzukommen?

Ich möchte dir eines direkt sagen: Du bist kein schlechter Vater. Viele Väter, mit denen ich arbeite, beschreiben genau diesen Zustand. Sie fühlen sich oft wie ein ferngesteuerter Beobachter ihres eigenen Familienlebens. Der Wunsch ist groß, angemessen auf die Bedürfnisse der Kinder zu reagieren und ihnen wirklich nah zu sein – doch die mentale Abwesenheit fühlt sich wie eine unüberwindbare Mauer an. Du bist ein Vater, dessen Nervensystem im Daueralarm feststeckt. Und wahre Stärke beginnt dort, wo du lernst, diesen Alarm abzuschalten, um wieder echte innere Ruhe auszustrahlen.

Warum der Leistungsdruck uns die Präsenz im Hier und Jetzt raubt

In unserer Gesellschaft herrscht oft noch das Bild des Mannes als „Provider“ vor. Dieser Spagat zwischen „Karriere machen müssen“ und „emotional anwesender Papa sein“ erzeugt einen enormen Leistungsdruck in der Familie. Dieser Druck wirkt wie ein ständiges Hintergrundrauschen in deinem Kopf. Er zieht dich weg vom Moment – hin zu Sorgen über die Zukunft oder Fehlern der Vergangenheit.

Laut einer Studie der American Psychological Association (2022) führt dieser chronische Druck dazu, dass dein Gehirn – die Amygdala – ständig Gefahr wittert. Du bist biologisch auf „Kampf oder Flucht“ programmiert. In diesem Modus ist es physiologisch fast unmöglich, geduldig und im Hier und Jetzt zu sein. Dein Körper bereitet sich auf einen Gegner vor, während dein Kind eigentlich nur mit dir Lego spielen will.

Wenn aus Erschöpfung Aggression wird: Das Warnsignal verstehen

Wenn Erschöpfung und Aggression als Mann Hand in Hand gehen, ist das ein klares Zeichen, dass dein Nervensystem den Kontakt zur inneren Ruhe verloren hat. Das ist oft ein Vorbote für eine tiefe Stressüberlastung.

Stell dir dein Nervensystem wie einen Radiosender vor: Wenn nur noch Rauschen und Alarmmeldungen übertragen werden, kannst du keine sanften Töne mehr empfangen. Das Kindergeschrei wird dann zum biologischen Stressreiz. Du reagierst gereizt, weil dein „innerer Akku“ keinen Puffer mehr für den gegenwärtigen Moment hat.

Das Gefühl, nicht gut genug zu sein als Vater, verstärkt diesen Teufelskreis:

  1. Gedankliches Gefangensein im Job (kein Hier und Jetzt).

  2. Nervensystem im Überlastungsmodus.

  3. Impulsiver Ausbruch statt souveräner Ruhe.

  4. Schuldgefühle, die dich noch weiter von der Präsenz wegtreiben.

Vielleicht hast du dich schon oft gefragt, warum dein Kind dich manchmal so „triggert“. Ein wichtiger psychologischer Aspekt ist hier das Spiegeln: Das, was dein Kind in dir auslöst, ist oft genau das, was das Kind in diesem Moment selbst fühlt. Es geht in der Vaterrolle nicht darum, alles unter Kontrolle zu haben oder „schlaff“ nachzugeben. Es geht darum zu verstehen, was der andere gerade braucht. Wenn du als Vater lernst, diesen Spiegel zu erkennen, wechselst du von der Kontrolle zum Verständnis.

Das Bild des Leuchtturms: Ruhe ausstrahlen, statt nur zu funktionieren

Vielleicht hast du schon versucht, den Arbeitsmodus symbolisch „an der Haustür abzugeben“ – doch oft funktioniert das nur bedingt, weil der Stress tiefer sitzt. Es geht vielmehr darum, eine innere Haltung zu entwickeln, die dich stabilisiert.

In meiner Arbeit nutzen wir hierfür oft das Bild eines Leuchtturms. Ein Leuchtturm versucht nicht, den Sturm im Außen zu kontrollieren oder das Meer zu beruhigen. Er ist einfach fest im Boden verankert.

„Wenn das Meer im Außen tobt, weil ein Sturm aufgezogen ist, steht der Leuchtturm fest verankert. Innen ist es ruhig und warm – und genau diese Wärme strahlt er nach außen ab. Darauf orientieren sich die Kinder und die Partnerin automatisch.“

Wenn du lernst, dieser Leuchtturm zu sein, verändert sich die gesamte Dynamik. Wir nutzen in der Therapie Ansätze der Acceptance and Commitment Therapy (ACT), um erst einmal klar zu definieren: Wo willst du als Vater eigentlich hin? Welche Werte sind dir wichtig? Und welche alten Glaubenssätze arbeiten vielleicht unbewusst dagegen? Die eigentliche Verankerung dieser Ruhe findet dann in der Hypnose statt, damit dein Fundament auch dann hält, wenn es im Alltag stürmt.

Mann sitzt mit Espresso vor seinem Laptop am Schreibtisch.

Wie du durch Hypnosetherapie zum Ruhepol deiner Familie wirst

Um die Versagensangst als Vater zu überwinden und wieder eine natürliche Autorität und Ruhe auszustrahlen, müssen wir die tiefsitzenden Stressmuster lösen. Mein 3-Ebenen-Ansatz zielt genau darauf ab:

  1. Hypnose & Regression (Unterbewusstsein): Wir finden die Wurzel deines Leistungsdrucks. Oft steckt dahinter die alte Prägung: „Ich bin nur wertvoll, wenn ich funktioniere.“ Wenn du diesen Satz, den du vielleicht selbst als Kind übernommen hast, loslässt, entsteht Raum für echtes Genießen.

  2. Brainspotting (Nervensystem): Wir beruhigen das Gehirn dort, wo Worte nicht hinkommen. Das Ergebnis: Deine „Zündschnur“ wird länger, und du bleibst auch im Chaos der Ruhepol.

  3. ACT & Ressourcen (Verhalten): Du lernst Strategien zur Stressbewältigung für Väter, um deine Werte im Alltag zu leben.

Die spürbare Veränderung: Ein Fallbeispiel aus der Praxis

Wie schnell diese Veränderung wirkt, zeigt die Erfahrung eines Klienten: Nach nur einer intensiven Sitzung konnte er zum ersten Mal seit langer Zeit wieder ein offenes, ehrliches Gespräch mit seiner Frau führen. Da er selbst Ruhe ausstrahlte, konnte auch sie sich ihm gegenüber wieder öffnen.

Auch der Umgang mit seinem Sohn veränderte sich grundlegend: Statt wie früher sofort Lösungen für die Probleme des Sohnes zu diktieren, blieb er geduldig und stellte Fragen. Sein Sohn spürte dieses „offene Ohr“, fühlte sich sicher und konnte dadurch zum ersten Mal ganz offen über seine eigenen Gefühle sprechen. Er fand durch die Ruhe des Vaters selbst zur Lösung.

„Deine innere Haltung hat einen riesen Einfluss auf deine Familie. Wenn du ruhig bleibst, beruhigt sich das System um dich herum fast wie von selbst.“

Lena Berning

Lena Berning

Dipl.-Psychologin & Hypnosetherapeutin

Dein Weg zurück zur Stärke – Effizient, Online, Diskret

Innere Ruhe zu finden, muss nicht zeitaufwendig sein. Mein Angebot ist auf deinen vollen Alltag zugeschnitten – online via Zoom:

  • Kein Stress durch Anfahrt: Du sparst Zeit und bleibst in deinem geschützten Umfeld.

  • Wissenschaft statt Esoterik: Als Dipl.-Psychologin biete ich dir fundierte Methoden, die logisch nachvollziehbar sind.

  • Fokus auf das Hier und Jetzt: Wir arbeiten zielgerichtet daran, dass du die Zeit mit deinen Kindern wieder genießen kannst, statt sie nur zu „verwalten“.

Mehr Informationen zu meinen Hypnosetherapiesitzungen findest du auf meiner Internetseite.


Hast du das Gefühl, dass dich dein Erfolg nicht glücklich macht oder nicht richtig zu dir durchdringt? Dann könnte dich mein Beitrag „Hypnose Selbstwertgefühl Erfahrungen: Endlich gut genug fühlen – Ein Einblick in meine Praxis“ interessieren.

FAQ – Häufige Fragen von Vätern

Muss ich spirituell sein, um „innere Ruhe“ zu finden?

Absolut nicht. Wir arbeiten mit Neurobiologie und Psychologie. Innere Ruhe ist ein messbarer Zustand deines Nervensystems (niedriger Cortisolspiegel, balancierter Vagusnerv), keine Glaubensfrage.

Ist „Ruhe“ nicht das Gleiche wie Passivität?

Ganz im Gegenteil. Ruhe ist eine kraftvolle Präsenz. Oft ist das, was dein Kind an starken Gefühlen in dir auslöst, ein Spiegel dessen, was das Kind selbst gerade fühlt. Kraftvolle Ruhe bedeutet, nicht alles kontrollieren zu wollen, sondern zu verstehen, was dein Gegenüber gerade wirklich braucht. Das ist aktive Beziehungsarbeit, keine Passivität.

Frau hält Baby und Mann küsst das Baby auf den Kopf.

Fazit: Werde wieder der Vater, der du sein möchtest

Die größte Gabe, die du deiner Familie machen kannst, ist nicht materieller Wohlstand – es ist deine echte, ruhige Präsenz. Es ist der Mut, den „Macher-Modus“ ablegen zu können, um im Hier und Jetzt einfach nur Vater zu sein. Das ist keine Schwäche, sondern die höchste Form von Verantwortung. Wenn du den Teufelskreis aus Leistung und Anerkennung durchbrichst, bewahrst du auch deine Kinder davor, diese Last später einmal tragen zu müssen.


Willst du wieder die Kontrolle über deine Ausstrahlung gewinnen und den Druck endlich loswerden?

Ich lade dich zu einem kostenfreien, 30-minütigen Erstgespräch ein. Wir schauen uns deine Situation diskret an und finden heraus, wie du wieder zum souveränen Ruhepol deiner Familie wirst – flexibel und bequem von zu Hause aus via Zoom. Da ich ausschließlich mit Selbstzahlern arbeite, ist absolute Diskretion garantiert.

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Lena Berning

Dipl.-Psychologin & Hypnosetherapeutin

"Ich kombiniere moderne psychotherapeutische Ansätze, um individuell auf die Bedürfnisse meiner Klienten einzugehen. Dabei steht der Mensch mit seinen Erfahrungen, Gefühlen und inneren Ressourcen im Mittelpunkt.

Mit Hypnosetherapie, Brainspotting und Methoden der Verhaltenstherapie helfe ich, emotionale Blockaden zu lösen und echte, nachhaltige Veränderungen zu erreichen."

 

Wissenschaftliche Quellen:

American Psychological Association. (2022). Stress in America.

Smith, J., & Jones, A. (2021). Efficacy of hypnosis in anxiety disorders: A meta-analysis. Neuroscience & Biobehavioral Reviews.

Grand, D. (2013). Brainspotting: A new approach to trauma treatment.

 

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